Home Golf Training7 Golfschwung Probleme lösen: Ultimative Tipps für Golfer

7 Golfschwung Probleme lösen: Ultimative Tipps für Golfer

by Tobias Bojko
Golfschwung-Probleme

7 Golfschwung-Probleme mit einer passenden Lösung

Die 7 häufigsten Golfschwung-Probleme lassen sich mit gezielten Drills, mehr Rotation statt Seitwärtsbewegung und einer klaren Pre-Shot-Routine lösen. Wer die Ursache erkennt – etwa zu viel Kopfarbeit, falsche Gewichtsverlagerung oder eine Schwungbahn von außen nach innen – kann mit spezifischen Übungen in wenigen Wochen sichtbare Fortschritte erzielen. Golfer mit Handicap 18 bis 36 profitieren am meisten von den unten aufgeführten Drills, da hier die größten Schlaghöhen-Unterschiede zwischen gutem und schlechtem Kontakt liegen (oft 30 bis 50 Meter pro Schlag). Hier sind die häufigsten Golfschwung-Probleme, mit denen Golfer konfrontiert sind, was mit dem Ball passiert und was du konkret tun kannst, um sie zu beheben. Diese Lösungen könnten dir helfen, jedoch ist der sicherste Weg immer, einen Golf-Profi zu konsultieren.

1. Überdenken des Schwungs

Was passiert: Wenn du deinen Schwung zu sehr überdenkst, kann dies zu unsicherem Spiel führen, wodurch der Ball häufig nicht die gewünschte Richtung oder Weite erreicht. Dies kann zu ungenauen Schlägen und einem Verlust an Schlagkraft führen, der sich bei vielen Amateuren mit 10 bis 15 Meter weniger Carry beim Eisen 7 bemerkbar macht.

Wenn dein Problem ist, dass du deinen Schwung zu sehr überdenkst, dann:
Tue dies: Entwickle eine feste Pre-Shot-Routine, die dich fokussiert und unnötige Gedanken reduziert. Eine einfache Routine könnte Atemübungen, visuelle Vorbereitungen und ein paar Übungsschwünge beinhalten. Konzentriere dich auf ein oder zwei einfache Gedanken während des Schwungs, wie „ruhig bleiben“ oder „den Ball sauber treffen“. Plane für die gesamte Routine nicht mehr als 20 bis 25 Sekunden ein – längeres Zögern führt erfahrungsgemäß zu mehr Verkrampfung, nicht zu mehr Präzision.

2. Seitwärtsbewegung während des Schwungs

Was passiert: Durch das Schwanken des Körpers zur Seite anstatt einer Rotation um die eigene Körperachse verliert der Ball oft an Höhe und Genauigkeit, was zu flachen, ungenauen Schlägen führt. Bei stark ausgeprägtem seitlichem Schwanken (mehr als 10 cm horizontale Kopfbewegung) verlieren viele Spieler zusätzlich 5 bis 8 Meter Schlaglänge, weil der Treffpunkt inkonstant wird.

Wenn dein Problem ist, dass du während des Schwungs zur Seite schwankst, dann:
Tue dies: Achte darauf, dich um deine Hüfte zu drehen, anstatt seitwärts zu schwingen. Ein hilfreicher Drill ist der „Torwächter-Drill“: Stelle zwei Stangen oder Schläger senkrecht zu deinen Hüften auf und konzentriere dich darauf, deinen Körper während des Schwungs innerhalb dieser „Tore“ zu halten. Dies fördert eine stabile Rotationsbewegung. Übe den Drill zunächst mit halben Schwüngen bei 50 Prozent Kraft, bevor du zu vollen Schwüngen übergehst – so verinnerlichst du die Rotation, ohne in alte Muster zurückzufallen.

3. Chunking und fette Schläge

Was passiert: Wenn der Schläger den Boden vor dem Ball trifft, verliert der Ball an Distanz und fliegt oft nur eine kurze Strecke, manchmal direkt in den Boden oder ins Rough. Bei einem klassischen „Fat Shot“ mit dem Eisen 7 kann die Distanz von normal 130 Metern auf teils unter 50 Meter einbrechen.

Wenn dein Problem ist, dass du den Boden vor dem Ball triffst, dann:
Tue dies: Arbeite an deiner Gewichtsverlagerung. Ein effektiver Drill ist der „Gewichtsverlagerungs-Drill“: Stelle dich mit dem Ball zwischen deinen Füßen auf und verlagere dein Gewicht bewusst auf den vorderen Fuß, während du den Ball schlägst. Dies hilft dir, den Ball sauber zu treffen und die Gewichtsverlagerung zu verbessern. Ziel ist eine Gewichtsverteilung von etwa 80 Prozent auf dem vorderen Fuß beim Impact – kontrollieren lässt sich das gut, indem du nach dem Schlag prüfst, ob dein hinterer Fuß fast vollständig entlastet auf der Zehenspitze steht.

4. Drei-Putts

Was passiert: Drei-Putts entstehen oft durch mangelnde Kontrolle der Puttgeschwindigkeit, was dazu führt, dass der Ball entweder zu kurz oder zu weit über das Loch hinausgeht. Statistisch verursachen Drei-Putts bei Amateurgolfern mit Handicap 20 oder höher etwa 3 bis 5 zusätzliche Schläge pro Runde – ein erheblicher Faktor für die Gesamtscore.

Wenn dein Problem ist, dass du häufig Drei-Putts machst, dann:
Tue dies: Fokussiere dich auf Geschwindigkeitsübungen, um deine Puttkontrolle zu verbessern. Eine gute Übung ist der „Speed-Control-Drill“: Platziere mehrere Bälle in verschiedenen Abständen vom Loch und konzentriere dich darauf, jeden Ball mit der richtigen Geschwindigkeit zum Loch zu rollen, ohne dass er weit darüber hinaus geht. Übe speziell Distanzen von 3, 6 und 9 Metern, da diese Länge im Schnitt am häufigsten auf dem Platz vorkommt und die meisten Drei-Putts verursacht.

5. Mangelnde Entschlossenheit bei Schlägen

Was passiert: Zögerliches Spiel führt oft zu ungenauen und schwachen Schlägen, wobei der Ball oft nicht die gewünschte Richtung oder Weite erreicht. Häufig zeigt sich das in einer Verlangsamung der Schwunggeschwindigkeit im letzten Moment vor dem Treffpunkt, was Schlägerkopfgeschwindigkeit von 3 bis 5 km/h kosten kann.

Wenn dein Problem ist, dass du nicht entschlossen genug hinter deinem Schlag stehst, dann:
Tue dies: Entwickle eine Countdown-Routine, um deine Entschlossenheit zu stärken. Gib dir selbst eine bestimmte Zeitspanne, zum Beispiel zehn Sekunden, um den Schlag vorzubereiten und auszuführen. Dies hilft dir, dich auf den Schlag zu konzentrieren und ihn mit mehr Selbstvertrauen und Entschlossenheit auszuführen. Wichtig dabei: Sobald du dich für ein Ziel entschieden hast, darfst du die Zielwahl während des Schwungs nicht mehr ändern – das ist die häufigste Ursache für halbherzige Schläge.

6. Schläge von außen nach innen

Was passiert: Wenn du den Schläger von außen nach innen schwingst, führt dies häufig zu Pull-Schlägen (linker Ballflug für Rechtshänder) oder Slices (starker Rechtsdrall), wodurch der Ball oft vom Ziel abweicht. Bei einem ausgeprägten Over-the-Top-Fehler kann der Ball bis zu 20 Meter seitlich vom Ziel landen, besonders mit dem Driver.

Wenn dein Problem ist, dass du den Schläger von außen nach innen schwingst, dann:
Tue dies: Achte darauf, dass dein Schläger auf einer neutralen Schwungbahn bleibt. Ein effektiver Drill ist der „Inside-Out-Drill“: Platziere ein Hindernis (wie ein Schläger oder eine Schaumstoffrolle) knapp außerhalb der Balllinie. Schwinge den Schläger so, dass er das Hindernis nicht berührt, was dich zwingt, von innen nach außen zu schwingen. Zudem hilft es, an der Körperrotation zu arbeiten, um eine gleichmäßige und korrekte Schwungbahn zu gewährleisten. Alignment Sticks eignen sich hierfür besonders gut, da sie leicht zu transportieren sind und sich flexibel im Winkel anpassen lassen.

7. Ungenaues Treffen des Balls

Was passiert: Wenn du den Ball nicht sauber triffst, kann dies zu einer Vielzahl von Problemen führen, wie flachen Schlägen, Hooks oder Slices. Der Ball fliegt oft nicht die gewünschte Distanz und kann seitlich abdriften. Schon ein Treffpunkt, der 1 cm von der Schlägermitte abweicht, kann bei einem Driver zu 8 bis 10 Prozent weniger Ballgeschwindigkeit führen.

Wenn dein Problem ist, dass du den Ball nicht sauber triffst, dann:
Tue dies: Achte darauf, dass du den Ball im Sweet Spot des Schlägers triffst. Eine gute Übung ist der „Tees-Drill“: Platziere Tees rund um den Ball und übe, den Ball zu treffen, ohne die Tees zu berühren. Dies verbessert deine Präzision und hilft dir, den Ball sauberer zu treffen. Alternativ kannst du Schlagband-Spray verwenden, das nach dem Treffpunkt eine sichtbare Markierung auf dem Schlägerblatt hinterlässt und dir zeigt, wie weit der Treffpunkt vom Sweet Spot entfernt war.

Vergleich: Ursache, Symptom und Drill auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst alle sieben Probleme mit ihrem typischen Symptom, dem passenden Drill und der ungefähren Übungsdauer zusammen, die für erste Verbesserungen realistisch ist.

ProblemTypisches SymptomEmpfohlener DrillÜbungsdauer bis Besserung
Überdenken des SchwungsVerkrampfte, unsichere SchlägePre-Shot-Routine (20-25 Sek.)1-2 Wochen
SeitwärtsbewegungFlache, kraftlose SchlägeTorwächter-Drill2-3 Wochen
Chunking / fette SchlägeDistanzverlust von 50-80 MeternGewichtsverlagerungs-Drill2-4 Wochen
Drei-Putts3-5 zusätzliche Schläge pro RundeSpeed-Control-Drill3-4 Wochen
Mangelnde EntschlossenheitSchwache, ungenaue SchlägeCountdown-Routine1-2 Wochen
Außen-nach-innen-SchwungSlice oder Pull, bis zu 20 m AbweichungInside-Out-Drill4-6 Wochen
Ungenauer Balltreffer8-10% weniger BallgeschwindigkeitTees-Drill2-3 Wochen

Die häufigsten Fehler beim Üben – und was du stattdessen tust

Viele Golfer üben zwar regelmäßig, aber mit den falschen Prioritäten. Diese Liste zeigt typische Stolperfallen und die passende Alternative:

  • Fehler: Nur auf der Range volle Schwünge mit dem Driver schlagen. Stattdessen: Mindestens 30 Prozent der Übungszeit dem kurzen Spiel und Putten widmen, da hier die meisten Schläge pro Runde anfallen (oft 40 Prozent aller Schläge sind Putts).
  • Fehler: Sofort volle Kraft in jeden Drill stecken. Stattdessen: Neue Bewegungsmuster zunächst mit 50-60 Prozent Schwunggeschwindigkeit einüben, bevor die volle Kraft dazukommt.
  • Fehler: Nach jedem schlechten Schlag sofort die Technik komplett ändern. Stattdessen: Mindestens 10 bis 15 Schläge mit derselben Korrektur ausprobieren, bevor du eine neue Anpassung vornimmst.
  • Fehler: Ohne klares Ziel auf die Range gehen. Stattdessen: Vor jeder Übungseinheit ein konkretes Ziel festlegen, zum Beispiel „80 Prozent der Bälle im Sweet Spot treffen“.
  • Fehler: Drills nur auf der Range üben, nie unter Platzbedingungen testen. Stattdessen: Regelmäßig auf dem Kurzplatz oder bei lockeren Runden testen, ob sich die neue Technik auch unter Druck bewährt.

Wie du Fortschritte messbar machst

Ohne Kontrolle bleibt Training oft Zufall. Ein einfaches Mittel ist ein Trainingstagebuch, in dem du nach jeder Range-Session oder Runde festhältst, wie viele Bälle du im Sweet Spot getroffen hast, wie viele Drei-Putts vorkamen und wie sich deine Schlaglänge mit dem Eisen 7 entwickelt. Schon nach 4 bis 6 Wochen regelmäßigen Trainings (mindestens zweimal pro Woche à 45 Minuten) zeigen sich bei den meisten Hobbygolfern messbare Verbesserungen von 1 bis 3 Schlägen pro Runde. Wer zusätzlich ein Launch-Monitor-Gerät oder eine App zur Schwunganalyse nutzt, kann objektive Werte wie Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit und Anstellwinkel dokumentieren – diese Zahlen sind ehrlicher als das subjektive Gefühl nach einem Schlag. Ein Handicap-18-Spieler, der seinen Sweet-Spot-Kontakt von 40 auf 70 Prozent steigert, gewinnt dadurch oft 10 bis 15 Meter zusätzliche Distanz, ohne die Schwunggeschwindigkeit zu erhöhen. Wichtig ist dabei, realistische Zwischenziele zu setzen und nicht zu versuchen, alle sieben Probleme gleichzeitig zu beheben – konzentriere dich pro Trainingsphase auf maximal zwei Baustellen.

Foto: Golf-Mag Redaktion

🛒 Golf Trainingszubehör bei Amazon

👉 Schwung-Trainer ansehen
👉 Golf Übungsbälle ansehen
👉 Alignment Sticks ansehen

* Affiliate-Links | Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen

FAQ zu Golfschwung-Problemen

Wie lange dauert es, einen Golfschwung-Fehler wirklich zu korrigieren?

Die meisten Drills zeigen erste Effekte nach 1 bis 2 Wochen regelmäßigem Training (2-3 Einheiten pro Woche). Eine dauerhafte Umstellung der Bewegung, die auch unter Turnierdruck standhält, braucht jedoch oft 2 bis 3 Monate konsequente Wiederholung.

Sollte ich mehrere Golfschwung-Probleme gleichzeitig angehen?

Nein, das führt meist zu Verwirrung und schlechteren Ergebnissen. Konzentriere dich auf maximal ein bis zwei Baustellen pro Trainingsphase von 3 bis 4 Wochen, bevor du das nächste Problem angehst.

Welche Rolle spielt die Schlägerwahl bei diesen Problemen?

Beim Üben von Drills wie dem Tees-Drill oder Torwächter-Drill eignet sich ein Eisen 7 am besten, da es einen mittleren Schwungbogen hat und Fehler klar sichtbar macht. Für den Inside-Out-Drill gegen Slices empfiehlt sich zusätzlich der Driver, weil hier die seitliche Abweichung am deutlichsten auffällt.

Reicht Training auf der Range aus, oder brauche ich einen Profi?

Range-Training mit den genannten Drills verbessert die Grundtechnik meist ausreichend für Handicap-Bereiche zwischen 15 und 36. Bei tieferliegenden strukturellen Problemen, etwa einer falschen Griffhaltung oder Körperhaltung, lohnt sich jedoch eine ein- bis zweimalige Stunde bei einem Golf-Profi, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu vermeiden.

Das könnte dir auch gefallen