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Short Game Golf verbessern 2026: Training Tipps kurzes Spiel

by Tobias Bojko


Kurze Antwort: Wer sein Short Game 2026 verbessern will, investiert mindestens 60% der Trainingszeit in Putting, Chipping und Pitching statt in lange Schläge. Der schnellste Hebel ist ein festes System aus drei Rückschwunglängen beim Pitching, die richtige Schlägerwahl beim Chippen und tägliches Putt-Training aus einem Meter. Amateure mit Handicap über 20 gewinnen so innerhalb von acht Wochen im Schnitt drei bis fünf Schläge pro Runde.

Short Game Golf Training: Die drei Säulen

Short Game Training konzentriert sich auf Schläge innerhalb von 100 Metern zur Fahne und umfasst drei fundamentale Bereiche:

  • Pitching (30-80 Meter): Halbschwünge mit kontrollierten Distanzen
  • Chipping (5-30 Meter): Kurze Annäherungsschläge um das Grün
  • Putting: Schläge auf dem Grün

Wichtigkeit: 60-65% aller Schläge einer Golfrunde werden innerhalb von 100 Metern gespielt. Das Short Game entscheidet maßgeblich über die Scoreverbesserung.

  1. Pitching Training (30-80 Meter)
    Halbschwünge mit kontrollierten Distanzen üben
  2. Chipping Training (5-30 Meter)
    Kurze Annäherungsschläge um das Grün perfektionieren
  3. Putting Training
    Präzision auf dem Grün verbessern
  4. Prioritäten setzen
    60-65% der Trainingszeit für Short Game verwenden

Warum das Short Game den Unterschied macht

Profigolfer wissen es schon lange: Das Short Game entscheidet über Sieg und Niederlage. Während Amateure oft stundenlang auf der Driving Range ihre langen Schläge perfektionieren, vernachlässigen sie das kurze Spiel um das Grün. Dabei werden 60-65% aller Schläge einer Runde innerhalb von 100 Metern zur Fahne gespielt. Wer sein Short Game 2026 verbessern möchte, sollte daher seine Prioritäten neu setzen. Ein Golfer mit Handicap 18 verliert im Schnitt 6 bis 8 Schläge pro Runde allein durch drei-Putts und verpasste Chips innerhalb von 20 Metern – Fehler, die sich mit gezieltem Training in wenigen Wochen deutlich reduzieren lassen. Auf Turnierebene zeigt sich der Unterschied noch drastischer: Spieler der European Tour benötigen im Schnitt nur 1,7 Putts pro Loch und landen über 60% ihrer Annäherungen aus dem Rough innerhalb von 3 Metern zur Fahne.

Die drei Säulen des Short Games

Das kurze Spiel besteht aus drei fundamentalen Bereichen, die alle gleichermaßen wichtig sind:

  • Pitching (30-80 Meter): Halbschwünge mit kontrollierten Distanzen
  • Chipping (5-30 Meter): Kurze Annäherungsschläge um das Grün
  • Putting: Das Spiel auf dem Grün selbst

Jeder dieser Bereiche erfordert spezielle Techniken und regelmäßiges Training. Die gute Nachricht: Verbesserungen im Short Game zeigen sich schneller als bei langen Schlägen und haben direkten Einfluss auf Ihr Handicap. Während eine Schwungänderung beim Drive oft Monate braucht, bis sie unter Druck automatisiert abläuft, lässt sich ein solider Chip-Move oder eine saubere Putt-Routine bereits nach zwei bis drei Wochen gezieltem Training von 20 Minuten täglich verlässlich abrufen. Der Grund: Die Bewegungsamplituden sind kleiner, die Fehlerquellen weniger komplex, und Feedback durch Ballflug und Rolle erfolgt unmittelbar.

Effektive Übungen für das Pitching

Beim Pitching geht es um Präzision und Distanzkontrolle. Entwickeln Sie für 2026 ein System mit drei verschiedenen Rückschwunglängen:

  • Kurzer Rückschwung bis zur Hüfte (30-40 Meter)
  • Mittlerer Rückschwung bis zur Brust (50-60 Meter)
  • Voller Rückschwung bis zur Schulter (70-80 Meter)

Trainieren Sie diese Distanzen regelmäßig mit Ihrem Pitching Wedge und Sand Wedge. Notieren Sie sich Ihre durchschnittlichen Weiten für jede Schwunglänge – diese Daten sind auf dem Platz Gold wert. Eine bewährte Übung: Legen Sie fünf Bälle auf jede der drei Distanzmarken und werfen Sie jeweils auf ein 3-Meter-Zielkreis um eine Fahne. Wer bei 30 Bällen mindestens 18 Treffer landet, hat ein solides Gefühl für seine Schwunglängen entwickelt. Achten Sie zusätzlich auf die Schlägerkopfgeschwindigkeit: Ein Pitching Wedge sollte bei mittlerem Rückschwung etwa 60-65% der vollen Schwunggeschwindigkeit erreichen, nicht mehr. Zu viel Armkraft führt zu inkonstanten Distanzen und ist einer der häufigsten Fehler bei Amateuren mit Handicap zwischen 15 und 30.

Chipping: Der Schlüssel zu niedrigen Scores

Beim Chipping um das Grün entscheidet die richtige Schlägerauswahl. Viele Golfer greifen automatisch zum Sand Wedge, obwohl oft ein Eisen 7 oder 8 die bessere Wahl wäre. Die Grundregel lautet: So wenig Flug wie möglich, so viel Rolle wie nötig.

Für verschiedene Situationen eignen sich unterschiedliche Schläger:

  • Eisen 7-9: Für längere Chips mit viel Rolle
  • Pitching Wedge: Standard-Chip mit ausgewogenem Flug-Roll-Verhältnis
  • Sand Wedge: Für hohe, weiche Landungen bei wenig Grün

Die folgende Tabelle zeigt das typische Flug-Roll-Verhältnis der wichtigsten Chipping-Schläger bei einer Standard-Chipbewegung mit geschlossener Schlagfläche und Ball mittig im Stand:

SchlägerFlug-AnteilRoll-AnteilIdeale Distanz zur Fahne
Eisen 7ca. 15%ca. 85%15-30 Meter, viel Grün vor der Fahne
Eisen 9ca. 25%ca. 75%10-20 Meter, mittleres Grün
Pitching Wedgeca. 35%ca. 65%8-15 Meter, ausgewogene Lage
Gap Wedgeca. 50%ca. 50%5-12 Meter, leicht erhöhtes Grün
Sand Wedgeca. 70%ca. 30%3-10 Meter, wenig Grün oder Bunkerkante

Diese Faustregel spart auf jeder Runde mindestens zwei bis drei unnötige Schläge, sobald sie verinnerlicht ist. Üben Sie an einem einzigen Chip-Punkt nacheinander mit drei verschiedenen Schlägern auf dieselbe Fahne – so entwickeln Sie ein Gefühl für die unterschiedlichen Flugbahnen bei identischer Schwungbewegung.

Putting: Wo Turniere gewonnen werden

Das Putting macht etwa 40% aller Schläge einer Runde aus. Trotzdem verbringen die meisten Golfer nur einen Bruchteil ihrer Trainingszeit auf dem Grün. Für 2026 sollten Sie Ihr Putting-Training strukturierter angehen:

Beginnen Sie jede Trainingseinheit mit kurzen Putts aus einem Meter Entfernung. Erst wenn Sie 10 Putts in Folge lochen, gehen Sie auf zwei Meter. Diese Routine baut Vertrauen auf und verbessert Ihre Technik bei den entscheidenden kurzen Putts. Steigern Sie sich anschließend in Ein-Meter-Schritten bis auf sechs Meter und trainieren Sie dabei gezielt die Distanzkontrolle: Ein Putt, der bei sechs Metern nicht zwischen 30 Zentimeter vor und 60 Zentimeter hinter dem Loch endet, gilt als zu stark oder zu schwach geschlagen. Golfer mit Handicap unter 10 lochen im Schnitt 90% ihrer Putts aus einem Meter, bei Handicap 20-30 liegt die Quote oft nur bei 75-80%. Genau in dieser Differenz liegt das größte kurzfristige Verbesserungspotenzial. Ergänzen Sie Ihr Training mit der Uhren-Übung: Acht Bälle im Kreis um das Loch bei jeweils 1,5 Metern Abstand, alle müssen nacheinander gelocht werden, bevor die Übung als abgeschlossen zählt.

Mentale Aspekte des Short Games

Das kurze Spiel ist besonders mental anspruchsvoll. Während beim Drive kleine Ungenauigkeiten oft nicht bestraft werden, kostet ein verzogener Chip oder Putt direkt Schläge. Entwickeln Sie Routinen und bleiben Sie positiv, auch nach Fehlern.

Visualisierung ist im Short Game besonders wichtig. Sehen Sie vor jedem Schlag den gewünschten Ballflug und das Rollverhalten vor Ihrem inneren Auge. Diese mentale Vorbereitung verbessert Ihre Ausführung erheblich. Eine feste Vorschlagsroutine von maximal 10 bis 15 Sekunden – ein Blick auf die Fahne, ein Testschwung, dann der Schlag – reduziert Zweifel und verhindert das sogenannte Überdenken, das besonders bei kurzen Putts unter Druck zu abrupten, verkrampften Bewegungen führt. Setzen Sie sich außerdem realistische Zwischenziele: Statt „ich muss diesen Putt lochen“ hilft die Formulierung „ich spiele die richtige Linie mit dem richtigen Tempo“. Diese Verschiebung des Fokus von Ergebnis auf Ausführung ist einer der zentralen Unterschiede zwischen Amateuren und erfahrenen Turnierspielern.

Die häufigsten Fehler im Short Game – und die richtige Lösung

  • Fehler: Zu viel Handgelenkeinsatz beim Chip. Lösung: Führen Sie die Bewegung aus den Schultern, Hände und Handgelenke bleiben passiv bis kurz vor dem Treffmoment.
  • Fehler: Immer der gleiche Schläger für jeden Chip. Lösung: Wählen Sie den Schläger nach der Regel „so wenig Flug wie möglich“ und variieren Sie je nach Lage zwischen Eisen 7 und Sand Wedge.
  • Fehler: Beim Pitching mit voller Kraft schwingen. Lösung: Arbeiten Sie mit den drei definierten Rückschwunglängen (Hüfte, Brust, Schulter) statt mit variabler Kraftdosierung.
  • Fehler: Putting-Training nur mit langen Putts. Lösung: Beginnen Sie jede Einheit mit Putts aus einem Meter, da diese über 40% aller Putts einer Runde ausmachen.
  • Fehler: Kopf hebt zu früh beim Chip oder Putt. Lösung: Bleiben Sie mit dem Blick auf der Ballposition, bis Sie das Auftreffgeräusch gehört haben.
  • Fehler: Keine Daten zu eigenen Schwunglängen. Lösung: Notieren Sie nach jeder Trainingseinheit die durchschnittliche Distanz pro Schwungtyp in einem Trainingsheft oder einer App.

Trainingsplan für besseres Short Game 2026

Strukturieren Sie Ihr Training nach dem 50-30-20-Prinzip:

  • 50% Putting: Kurze Putts, Distanzkontrolle, Routine
  • 30% Chipping: Verschiedene Lagen und Schläger
  • 20% Pitching: Distanzkontrolle und Präzision

Investieren Sie mindestens 60% Ihrer Trainingszeit in das Short Game. Die Verbesserungen werden sich schnell in niedrigeren Scores zeigen. Ihr Handicap wird es Ihnen danken, wenn Sie 2026 dem kurzen Spiel die Aufmerksamkeit schenken, die es verdient. Für Golfer mit Handicap über 30 empfiehlt sich ein wöchentlicher Umfang von mindestens 90 Minuten reinem Short-Game-Training, aufgeteilt in drei Einheiten à 30 Minuten. Wer bereits im einstelligen Handicap-Bereich spielt, sollte den Fokus stärker auf Distanzkontrolle beim Pitching und auf Putts zwischen drei und sechs Metern legen, da hier die größten verbleibenden Schlagverluste liegen.

Häufig gestellte Fragen zum Short Game

Wie viel Zeit sollte ich pro Woche ins Short Game investieren?

Für spürbare Verbesserungen reichen 90 bis 120 Minuten pro Woche, verteilt auf zwei bis drei kurze Einheiten. Wichtiger als die Gesamtdauer ist die Regelmäßigkeit: Drei Einheiten à 30 Minuten bringen mehr als eine einzige zweistündige Session am Wochenende.

Welcher Schläger eignet sich am besten für Anfänger beim Chipping?

Anfänger sollten mit einem Eisen 8 oder 9 beginnen, da die geringere Flughöhe Fehler beim Treffmoment verzeiht und mehr Rolle für konstantere Ergebnisse sorgt. Der Sand Wedge kommt erst dazu, wenn die Grundbewegung sicher sitzt.

Wie erkenne ich, ob mein Short Game der Schwachpunkt meines Spiels ist?

Zählen Sie über fünf Runden Ihre Putts, Chips und Pitches innerhalb von 100 Metern und vergleichen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Gesamtscore. Wer regelmäßig mehr als 34 Putts pro Runde benötigt oder öfter als zweimal pro Runde einen Chip komplett verfehlt, sollte hier klar priorisieren.

Bringt ein Short-Game-Coaching mehr als Eigentraining?

Eine professionelle Analyse deckt oft technische Fehler auf, die man selbst nicht bemerkt, etwa eine falsche Ballposition oder zu viel Handgelenkeinsatz. Für den Einstieg reichen aber die hier beschriebenen strukturierten Übungen völlig aus, ein Coaching lohnt sich meist erst, wenn der Fortschritt über mehrere Wochen stagniert.

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