Die Grundhaltung beim Putten unterscheidet sich deutlich vom langen Spiel. Der Stand sollte etwa schulterbreit sein, das Gewicht gleichmäßig auf beide Füße verteilt. Die Knie sind leicht gebeugt, der Oberkörper neigt sich aus der Hüfte nach vorn.
Der optimale Griff für konstante Putts
Der Putter-Griff ist entscheidend für die Schlagkontrolle. Der bewährte „Reverse Overlap“-Griff platziert den linken Zeigefinger über die Finger der rechten Hand. Dies stabilisiert das Handgelenk und verhindert unerwünschte Bewegungen während des Schlags.
Wichtig ist ein entspannter Griff mit konstantem Druck. Zu festes Zupacken verkrampft die Unterarme und führt zu ungleichmäßigen Bewegungen. Der Putter sollte hauptsächlich in den Handflächen liegen, nicht in den Fingerspitzen.
Die perfekte Pendelbewegung entwickeln
Das Putten basiert auf einer gleichmäßigen Pendelbewegung aus den Schultern. Handgelenke und Unterarme bleiben während des gesamten Schwungs stabil. Die Bewegung erfolgt in einer geraden Linie zum Ziel, sowohl beim Rückschwung als auch beim Durchschwung.
- Ruhige Schultern als Bewegungszentrum
- Stabile Handgelenke während des Schlags
- Gleichmäßiges Tempo im Rück- und Durchschwung
- Kopf bleibt bis nach dem Schlag in Position
Distanzkontrolle: Das Herzstück des Puttens
Die Distanzkontrolle ist wichtiger als die Richtung beim Putten. Ein Ball, der die richtige Geschwindigkeit hat, kann auch bei leichten Richtungsfehlern noch ins Loch fallen. Die Länge des Rückschwungs bestimmt primär die Putt-Distanz.
Entwickeln Sie ein Gefühl für verschiedene Schwunglängen: Ein kurzer Rückschwung bis zur Wade für Putts unter drei Metern, bis zum Knie für mittlere Distanzen und bis zur Hüfte für lange Putts. Üben Sie diese Längen systematisch, um 2026 Ihr Distanzgefühl zu verbessern.
Green Reading: Die Kunst des Linien-Lesens
Green Reading beginnt bereits beim Annähern ans Grün. Betrachten Sie die Gesamtneigung und markante Geländemerkmale. Auf dem Grün analysieren Sie die Puttlinie aus verschiedenen Blickwinkeln – von hinten, von der Seite und wenn nötig von hinter dem Loch.
Achten Sie auf Faktoren wie Grüngeschwindigkeit, Feuchtigkeit und Grasrichtung. Morgendliche Putts rollen oft langsamer durch Tau, während nachmittags die Grüns schneller werden. Wind kann bei längeren Putts ebenfalls eine Rolle spielen.
Mentale Stärke auf dem Grün
Das mentale Spiel beim Putten ist entscheidend. Entwickeln Sie eine konsistente Pre-Shot-Routine, die Ihnen Sicherheit gibt. Diese könnte das Visualisieren der Balllinie, zwei Übungsschwünge und einen letzten Blick zum Loch umfassen.
Vertrauen Sie Ihrer ersten Einschätzung der Linie und begehen Sie den Putt mit Überzeugung. Zweifeln führt zu zögerlichen Bewegungen und schlechten Ergebnissen. Nach einem Fehlputt analysieren Sie kurz den Fehler, fokussieren sich dann aber sofort auf den nächsten Schlag.
Effektives Putt-Training für 2026
Strukturiertes Putt-Training verbessert Ihre Leistung schneller als planloses Üben. Beginnen Sie mit geraden Putts aus verschiedenen Distanzen, bevor Sie sich an Breaks wagen. Das Gate-Drill mit zwei Tees knapp neben der Lochbreite schärft die Genauigkeit.
Für die Distanzkontrolle eignet sich das Leiter-Drill: Putten Sie Bälle in Abständen von jeweils einem Meter vom Loch weg. Jeder Ball sollte etwa einen Meter über das Loch hinausrollen. Dies entwickelt das optimale Tempo für verschiedene Distanzen.
Mit diesen Grundlagen und regelmäßiger Übung werden Sie 2026 deutliche Fortschritte beim Putten erzielen und Ihre Scores nachhaltig verbessern.