Home Golf TrainingGolf Grip richtig halten: 3 Griffarten für besseres Spiel

Golf Grip richtig halten: 3 Griffarten für besseres Spiel

by Tobias Bojko

Die drei klassischen Grip-Varianten

Im Golf haben sich drei Hauptgriffarten etabliert, die jeweils ihre spezifischen Vor- und Nachteile bieten:

Der Overlapping Grip (Vardon-Grip)

Der Overlapping Grip ist die beliebteste Griffhaltung unter Golfprofis und fortgeschrittenen Spielern. Dabei wird der kleine Finger der rechten Hand (bei Rechtshändern) über den Zeigefinger der linken Hand gelegt. Diese Technik wurde nach dem legendären Golfer Harry Vardon benannt und bietet:

  • Maximale Einheit beider Hände
  • Bessere Kontrolle über den Schläger
  • Ideal für Spieler mit größeren Händen
  • Verbesserte Handgelenksaktion

Der Interlocking Grip

Beim Interlocking Grip werden der kleine Finger der rechten Hand und der Zeigefinger der linken Hand miteinander verschränkt. Diese Griffhaltung wird von Golflegenden wie Tiger Woods und Jack Nicklaus bevorzugt. Die Vorteile:

  • Sehr feste Verbindung beider Hände
  • Geeignet für Spieler mit kleineren oder schwächeren Händen
  • Verhindert das Auseinanderrutschen der Hände
  • Gute Kraftübertragung

Der Baseball Grip (Ten-Finger-Grip)

Der Baseball Grip ist die einfachste Griffhaltung, bei der alle zehn Finger den Schläger umfassen, ohne sich zu überlappen oder zu verschränken. Diese Methode eignet sich besonders für:

  • Golf-Anfänger
  • Spieler mit Arthritis oder Handproblemen
  • Kinder und Jugendliche
  • Golfer, die mehr Kraft benötigen

Starker, neutraler oder schwacher Grip?

Neben der Fingerhaltung ist auch die Grip-Stärke entscheidend für Ihr Spiel. Diese wird durch die Position der Hände am Schläger bestimmt:

Neutraler Grip: Die klassische Position, bei der zwei bis drei Knöchel der linken Hand sichtbar sind. Dieser Grip fördert gerade Schläge und ist für die meisten Golfer ideal.

Starker Grip: Beide Hände sind mehr nach rechts gedreht, drei bis vier Knöchel sind sichtbar. Dies kann bei Slicern helfen, führt aber oft zu Hooks.

Schwacher Grip: Die Hände sind nach links gedreht, nur ein bis zwei Knöchel sind sichtbar. Geeignet für Spieler, die zu Hooks neigen.

So finden Sie Ihren perfekten Grip

Die Wahl des richtigen Grips hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Handgröße: Große Hände bevorzugen meist den Overlapping Grip, kleinere Hände den Interlocking Grip
  • Spielstärke: Anfänger starten oft mit dem Baseball Grip
  • Ballflug: Ihr natürlicher Ballflug bestimmt die optimale Grip-Stärke
  • Komfort: Der Grip muss sich natürlich anfühlen

Häufige Grip-Fehler vermeiden

Typische Fehler beim Greifen des Schlägers sind:

  • Zu fester Griff (verhindert natürliche Handgelenksbewegung)
  • Griff in den Handflächen statt in den Fingern
  • Falsche Daumenposition
  • Unterschiedliche Grip-Stärke bei verschiedenen Schlägern

Professionelle Grip-Anpassung in 2026

Ein PGA-Professional kann Ihnen dabei helfen, den optimalen Grip zu finden. Moderne Analysesysteme ermöglichen es, verschiedene Griffhaltungen zu testen und deren Auswirkungen auf Ihren Schwung zu messen. Investieren Sie in eine professionelle Grip-Analyse – es wird sich in Ihrem Score widerspiegeln.

Der richtige Grip ist der erste Schritt zu besserem Golf. Experimentieren Sie mit verschiedenen Varianten und finden Sie heraus, welche Griffhaltung Ihr Spiel am meisten verbessert.

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