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Hook im Golf korrigieren: Ursachen & effektive Tipps 2026

by Tobias Bojko

Der Hook entsteht durch eine geschlossene Schlagfläche beim Impact in Kombination mit einer Schwungbahn, die von innen nach außen verläuft. Diese Kombination verleiht dem Ball einen starken Rechtsdrall, der ihn nach links kurven lässt.

Die Hauptursachen für den Hook

1. Geschlossene Schlagfläche beim Impact

Die häufigste Ursache für einen Hook ist eine zu stark geschlossene Schlagfläche zum Zeitpunkt des Ballkontakts. Dies kann durch einen zu starken Griff entstehen, bei dem beide Hände zu weit rechts am Schlägergriff positioniert sind.

2. Zu flache Schwungbahn

Eine Schwungbahn, die zu sehr von innen kommt, verstärkt den Hook-Effekt zusätzlich. Viele Golfer entwickeln diese Schwungbahn, um einem Slice entgegenzuwirken, überkompensieren dabei jedoch.

3. Aktive Hände im Durchschwung

Zu aktive Hände und Handgelenke im Durchschwung können die Schlagfläche zusätzlich schließen und den Hook verstärken. Dies passiert oft bei Golfern, die versuchen, den Ball mit den Händen zu „treffen“.

4. Körperposition und Setup-Fehler

Eine geschlossene Ansprechposition, bei der die Füße, Hüften und Schultern zu weit nach rechts ausgerichtet sind, kann ebenfalls zu einem Hook führen.

Effektive Korrekturtechniken für den Hook

Griff-Anpassung

Überprüfe deinen Griff als ersten Schritt. Bei einem zu starken Griff solltest du beide Hände leicht nach links drehen, sodass weniger Knöchel der linken Hand sichtbar sind. Ein neutraler Griff ist der Schlüssel für einen geraden Ballflug.

Setup und Alignment korrigieren

Achte auf eine quadratische Ansprechposition. Deine Füße, Hüften und Schultern sollten parallel zur Ziellinie ausgerichtet sein. Verwende Alignment-Sticks oder Schläger am Boden, um deine Ausrichtung zu überprüfen.

Schwungbahn verbessern

Arbeite an einer neutraleren Schwungbahn. Ein hilfreicher Drill ist es, mit einem Hindernis (wie einer Tasche) etwa 30 cm hinter dem Ball zu üben. Dies zwingt dich, den Schläger steiler nach oben zu führen und verhindert eine zu flache Schwungbahn von innen.

Praktische Übungen gegen den Hook

Der Handtuch-Drill

Klemme ein Handtuch unter deinen linken Arm und schwinge, ohne dass es herunterfällt. Diese Übung fördert eine bessere Körperrotation und verhindert zu aktive Hände.

Punch-Shots üben

Übe kontrollierte, niedrige Schläge mit einem mittleren Eisen. Dabei lernst du, die Hände ruhig zu halten und die Schlagfläche besser zu kontrollieren.

Tempo-Training

Viele Hooks entstehen durch zu schnelles Tempo im Durchschwung. Übe langsame, kontrollierte Schwünge mit einem 3:1 Verhältnis (drei Zeiteinheiten für den Aufschwung, eine für den Durchschwung).

Mentale Aspekte und Spielstrategie

Der Hook kann auch durch mentalen Druck entstehen. Wenn du weißt, dass links Trouble lauert, verkrampfst du möglicherweise und versuchst, den Ball zu sehr zu kontrollieren. Vertraue deiner Technik und schwinge frei durch den Ball.

Beim Spiel auf dem Platz solltest du dein Ziel entsprechend anpassen, bis der Hook korrigiert ist. Ziele leicht rechts vom gewünschten Landepunkt, um die Kurvatur des Balls zu kompensieren.

Wann solltest du einen Pro konsultieren?

Wenn du trotz eigener Bemühungen den Hook nicht in den Griff bekommst, ist es ratsam, einen PGA-Professional aufzusuchen. Ein erfahrener Trainer kann deine Schwungtechnik analysieren und individuelle Korrekturen vorschlagen.

Moderne Trainingstechnologie wie Launch-Monitoren können dabei helfen, die genauen Ursachen deines Hooks zu identifizieren und den Fortschritt bei der Korrektur zu messen.

Mit Geduld, den richtigen Übungen und möglicherweise professioneller Hilfe lässt sich der Hook erfolgreich korrigieren und dein Spiel deutlich verbessern.

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